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Creutzburg-Orgel klingt wieder

St. Cyriakus-Gemeinde in Duderstadt feiert  

Kurzfassung: Im Rahmen eines Orgelkonzertes wird Bischof Norbert Trelle die Creutzburg-Orgel in der Propsteikirche St. Cyriakus in Duderstadt am 10. Dezember 2006 um 16.00 Uhr weihen. Zu diesem Festakt mit Professor Dr. Reinhardt Menger und Regionalkantor Paul Heggemann laden Propst Wolfgang Damm und Manfred Reinke, Vorsitzender des Orgelbauvereins ein. Auch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz, die durch Dr. Hilka Steinbach vom Ortskuratorium Bad Soden-Allendorf vertreten wird, konnte seit 2004 die Restaurierungsarbeiten an der Orgel fördern. Damit zählt St. Cyriakus in Duderstadt zu den über 150 Denkmalen, die die in Bonn ansässige private Deutsche Stiftung Denkmalschutz seit 1990 allein in Niedersachsen aus privaten Spenden und Mitteln der Lotterie GlücksSpirale fördern konnte.  

 

Langfassung: Im Rahmen eines Orgelkonzertes wird Bischof Norbert Trelle die Creutzburg-Orgel in der Propsteikirche St. Cyriakus in Duderstadt im Landkreis Göttingen am 10. Dezember 2006 um 16.00 Uhr weihen. Zu diesem Festakt mit Professor Dr. Reinhardt Menger und Regionalkantor Paul Heggemann laden Propst Wolfgang Damm und Manfred Reinke, Vorsitzender des Vereins zur Förderung der Restaurierung der Creutzburg-Orgel, in St. Cyriakus Duderstadt ein. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz wird durch Dr. Hilka Steinbach vom Ortskuratorium Bad Soden-Allendorf vertreten.  

 

Der Baubeginn der Kirche St. Cyriakus in Duderstadt liegt wohl um 1247. Aus dieser Zeit hat sich nur der Westbau aus dem ausgehenden 13. Jahrhundert erhalten. Die bestehende dreischiffige Staffelhalle aus Sandsteinquadern ohne Querhaus, aber mit Choranlage, wurde laut Inschrift 1394 neu begonnen. Die Bauzeit dauerte bis Anfang des 16. Jahrhunderts. Nach dem Stadtbrand 1852 musste die Kirche instand gesetzt werden. 


Die Orgel wurde 1733-1735 von Johann Creutzburg aus Wendehausen anstelle einer Renaissanceorgel erbaut. Das neue Instrument entstand auf der zweigeschossigen Orgelempore im Westen der spätgotischen Hallenkirche mit 37 Registern auf drei Manualen und mit Pedal. Die Orgel hat Schleifladen und mechanische Traktur. Im Jahr 1822 erfolgt der erste Umbau, dem noch weitere mit dem Ziel der Anpassung an den Zeitgeschmack folgten. Trotz dieser Umbauten besitzt die Orgel einen hohen Anteil an Originalsubstanz aus der Erbauungszeit. Neben den nur wenig veränderten künstlerischen Qualitäten des Orgelprospekts, der zusammen mit der zweigeschossigen Orgelempore einen wesentlichen Bestandteil der barocken Umgestaltung des Kircheninnern darstellt, ist sie gleichzeitig ein landesgeschichtlich bedeutsamer Beleg für die Rekatholisierung des Eichsfelds.  

 

Es haben sich 589 klingende und im Prospekt 45 stumme Pfeifen aus der Werkstatt Creutzburgs erhalten. Aber auch die im 19. Jahrhundert von Schmerbach hinzugekommenen 83 Pfeifen sowie die 218 von Engelhardt sind wertvolles Material, das die Bedeutung der Orgel nicht schmälert. Creutzburg selber gehört zu den bedeutendsten Orgelbauern des 18. Jahrhunderts im mitteldeutschen Raum. Die Duderstädter Orgel ist das einzige große Orgelwerk Creutzburgs auf niedersächsischem Boden, das sich in bedeutenden Teilen bis heute erhalten hat.  

 

Auch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz konnte seit 2004 die Restaurierungsarbeiten an der Orgel mit 60.000 Euro fördern. Damit zählt St. Cyriakus in Duderstadt zu den über 150 Denkmalen, die die in Bonn ansässige private Deutsche Stiftung Denkmalschutz seit 1990 allein in Niedersachsen aus privaten Spenden und Mitteln der Lotterie GlücksSpirale fördern konnte.  

 

Bonn, den 8. Dezember 2006/Schi

 

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